Mythen, Sagen, Legenden- Die Geheimnisse unserer Welt

 

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Vorwort

Vorwort

Vom Fluch des Tutanchamun, über König Arthus und seine Tafelrunde, bis hin zum Monster von Loch Ness.

Von den alten Ägyptern bis in die heutige Zeit ziehen sich die faszinierendsten Geschichten, die nur zu häufig unglaublich scheinen.

 Sphinx vor der Chephren-Pyramide

  Ob es sich dabei um liebeshungrige Götter handelt, die sich in Stiere verwandeln, um auf der Erde auf Brautschau zu gehen. Der Suche nach dem heiligen Kral oder dem verschollenen Atlantis.

 Sie bewegen die Menschen seit Generationen. Dabei ist es oftmals nicht das, was wir wissen, sondern das, was wir nicht wissen, was unsere Aufmerksamkeit erlangt.


 Es gibt uns Platz zum Träumen, zum Spinnen und dafür unsere eigenen Geschichten zu erfinden.

Auf einer Reise durch die Jahrhunderte begegnen uns viele Gestalten wie Kleopatra, Blackbeard oder gar Attila, der Hunnenkönig, über die wir längst nicht alles wissen.

Jeder von uns kennt Dracula, den blutsaugenden Vampir, dem keine Frau widerstehen kann.

So, wie die Medien ihn uns verkaufen wollen.

 Doch wer steckt wirklich dahinter?  Woher stammt die Legende um wandelnde Tote –Untote-? Liegt vielleicht sogar ein wahrer Kern darin? Gibt es Vampire?

Jack the Ripper, Sherlock Holmes und Dr. Jekyll sind für uns längst nicht mehr nur Namen.  

Sie sind beliebte Hollywood-Figuren, es gibt Bücher, Hörspiele…und einiges mehr. Meistens sind sie monströse Schreckgestalten oder strahlende Helden.

Doch, wie viel Wahrheit steckt wirklich in den Erzählungen über sie? Gibt es wirklich irgendwo auf diesem Erdenrund einen lebenden Sherlock Holmes?

Gibt es Geheimbünde wie die Freimaurer oder die Illuminaten wirklich? Wenn ja, was sind ihre Überzeugungen? Wer sind die Kabbala und was haben sie mit den Nephilim zu tun?

In diesem Blog möchte ich den Mysterien unserer Welt auf den Grund gehen. Egal, ob es nun um die Frage geht „Woher kommen wir Menschen eigentlich?“ oder die Frage: „Gibt es Geister?“.

Ich lade euch ein mich auf meiner Suche nach Antworten zu begleiten. Gerne nehme ich auch Themenvorschläge eurerseits an. Auf jeden Fall wünsche ich jedem Interessierten viel Spaß beim Lesen und freue mich auf konstruktive Kommentare.

 

Quelle Bild:  http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gypten

27.6.12 19:53


Der Fluch des Tutanchamun

Der Fluch des Tutanchamun

 

Die Totenmaske des Tutanchamun im Ägyptischen Museum Kairo

 

Er symbolisiert das antike Ägypten wie niemand sonst: Tutanchamun. Dabei regierte der als „Kinder- Pharao“ bekannte Herrscher nur zehn Jahre und gilt heute als eher unbedeutend. Weltbekannt wurde er nicht nur durch die Schätze seines Grabes, welches 1922 wiederentdeckt wurde. Wobei besonders seine goldene Totenmaske Berühmtheit erlangte. Sondern auch durch zahlreiche Spekulationen, die sich um die Ursachen seines frühen Ablebens ranken, denn der junge Pharao starb bereits im Alter von 18 Jahren.

Bis heute sind sich viele Experten über die Todesursache uneinig.

Bob Brier erklärte in seinem Buch Der Mordfall Tutanchamun, dass der Tod durch gewaltsame Einwirkungen von außen eingetreten wäre. Dabei ging er von einer unnatürlichen Todesursache aus. Er belegte dies mit uralten Röntgenaufnahmen, auf der eine Verletzung des Schädels zu sehen ist. Dies war in Ägyptologenkreisen, aber auch unter Medizinern sehr umstritten, doch handelte es sich hierbei um ein Missverständnis: auf der Röntgenaufnahme ist ein abgesplittertes Knochenstück zu sehen, das sich nach dem Tode löste.

Bei einer CT-Untersuchung vom 6. Januar 2005 stellte sich heraus, dass die Todesursache Tutanchamuns kein Schlag auf den Kopf gewesen sein kann, da keinerlei auf diese Art verursachten Verletzungen am Schädel festgestellt werden konnten. Allerdings konnten bei dieser Untersuchung ein bislang unentdeckter Oberschenkelbruch des linken Beines, ein Bruch des linken unteren Oberschenkels, dazu einen Bruch der rechten Kniescheibe und des rechten unteren Beines festgestellt werden.

Diese ergaben jedoch keinerlei Hinweis auf einen Mord. Der Befund legt hingegen nahe, dass die Brüche vor dem Tode Tutanchamuns durch einen Unfall verursacht wurden. Die meisten Ägyptologen gehen zwischenzeitlich von einem Jagd-Unfall aus, der später zum Tode führte.

Der Ägyptologe Zahi Hawass nimmt hingegen inzwischen an, dass er an einer Malariainfektion starb, da er Gen-Abschnitte des Malaria-Parasiten Plasmodium falciparum entdeckt hat.

Dies bezweifeln allerdings Christian Timmann und Christian Meyer, Wissenschaftler am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg und vermuten, dass er an einer Sichelzellenanämie verstorben ist und publizierten überzeugende Indizien für diese Todesursache.

Eben jene Unstimmigkeiten unter den führenden Wissenschaftlern sind es auch, die den Kult um Tutanchamun weiter vorantreiben. Es ist die dunkle, mysteriöse Seite des jungen Pharaos.

Ein weiterer Aspekt seines großen Erfolges ist der Glaube an den „Fluch des Tutanchamun“, der auch „Fluch des Pharao“ genannt wird und der die Ausgräber seiner Grabstätte angeblich heimsucht. Seit der Wiederentdeckung seines Grabes durch Howard Carter im Jahre 1922 hält sich dieser  Glaube in den Köpfen der Menschen fest verankert. Er wird vorwiegend mit Todesfällen in Verbindung gebracht, die sich in den folgenden Jahren nach der Öffnung des Grabes ereigneten.

Angefangen mit dem Tode Lord Carnarvons am 5. April 1923 – knapp 2 Monate nach der „offiziellen“ Graböffnung für Besucher- , in dessen Auftrag Howard Carter arbeitete. Mitte März 1923 schnitt er sich beim Rasieren versehentlich einen Moskitostich auf. Am 21. März fand Carter ihn in Kairo mit einer Blutvergiftung und einer Wundrose vor. Am 26. März kam eine Lungenentzündung hinzu, die laut Totenschein zum Tod des – ohnehin seit langem lungenkranken – Lords führte.

Um 1923 kursierte eine regelrechte Ägyptomanie in Europa und Amerika. Das große Interesse an Übersinnlichem, Okkultem sowie der ägyptischen Religion boten einen guten Nährboden für den Glauben an einen Fluch. So kam schnell das Gerücht in Umlauf, die Mumie des Tutanchamun hätte an der gleichen Stelle im Gesicht eine Wunde aufgewiesen, wie es bei Lord Carnarvons der Fall war.

Hinzu kamen der Unmut und das Unbehagen über die Archäologen, die hier ein Grab öffneten und den Toten offenbar nicht respektierten und das Grab schändeten. Die Menschen machten sich Sorgen darüber, ob die alten Ägypter nicht vielleicht ungeahnte Kräfte besaßen, welche die Toten schützen sollten.

Richtig ins Rollen kam die Geschichte vom „Fluch des Pharao“ durch eine mysteriöse Tontafel, die angeblich bei der Öffnung von Tutanchamuns Grab durch Howard Carter gefunden wurde und auf der ein Fluch gestanden haben soll.

Die Übersetzung der Inschrift der Tafel wurde u. a. Sir Alan Gardiner zugeschrieben. Dieser traf am 2. Januar 1923 in Luxor ein und untersuchte ab dem folgenden Tag die in der Vorkammer gefundenen Texte.

Seine Übersetzung der Inschrift soll gelautet haben:

Death shall come on swift wings to him that toucheth the tomb of the pharaoh.

Übersetzt:

Der Tod wird auf schnellen Schwingen zu demjenigen kommen, der die Ruhe des Pharao stört.

Etwas abweichend wird auch angegeben:

Der Tod soll den mit seinen Schwingen erschlagen, der die Ruhe des Pharao stört.

Danach sei die Tontafel verschwunden und niemand habe sie je wieder gesehen,  was mitunter ein Grund ist, weshalb die archäologische Wissenschaft die Tontafel für eine reine Erfindung hält.

Auch Howard Carters Aufzeichnungen enthalten keinerlei Notizen zu einem derartigen Fund.

Der deutsche Autor Philipp Vandenberg schreibt hierzu ohne Quellenangaben, die Tontafel sei aus Rücksicht auf den Aberglauben der einheimischen Arbeiter aus den Protokollen der Grabung gestrichen worden und seitdem verschollen. Der Fluch tauche zudem ein weiteres Mal in abgewandelter Form auf der Rückseite einer magischen Figur in der Hauptkammer auf:

Ich bin es, der den Grabräuber zurückweist mit der Flamme der Wüste. Ich bin es, der das Grab des Tut-ench-Amun schützt.

Die Wortwahl und Formulierung ist in diesem Fall im Vergleich zu anderen ägyptischen Texten, die als Grabflüche anzusehen sind, untypisch und deshalb eher unägyptisch. Das hier gezeichnete Bild des „Todes mit Schwingen“ wäre mit dieser Tontafel zum ersten Mal belegt.

Die Tontafel ist das bekannteste Objekt, auf der der Fluch gestanden haben soll. Weiteren zeitgenössischen Berichten zufolge befand sich die Fluchinschrift jedoch auch auf anderen Gegenständen.

Anubis-Figur aus der Schatzkammer des Grabes

Diese Ansammlung an Geschehnissen sorgte für Unruhen in der Bevölkerung. Der Fluch des Pharao beherrschte nach den Ereignissen nach der Graböffnung und Lord Carnarvons Tod die weltweite Presse, wobei die Berichterstattung durch das Verdrehen von Tatsachen und hinzufügen eigener Fantasien aufgebauscht wurde. Das löste eine regelrechte Hysterie aus. Obwohl kein Grund zur allgemeinen Beunruhigung bestand, trafen im Britischen Museum danach viele Pakete mit ägyptischen Antiquitäten ein. Eine Vielzahl der Absender äußerte, Carnarvon sei sicher vom Geist Tutanchamuns getötet worden. Obwohl ein Sprecher des Museums verkündete, dass diese Ängste völlig unbegründet seien, erhielt die ägyptische Abteilung des Museums weiterhin ägyptische Artefakte, sowie Hände und Füße von Mumien.

Heutzutage wissen wir, dass Lord Carnarvon wohl am Aspergillus flavus gestorben ist. Einem Pilz, der wegen seiner lebensgefährlichen Wirkung von den alten Ägyptern zum Schutz des Grabes in dieses gebracht wurde. Der Theorie zufolge sollen die Pilze der Aspergillus-Gruppe, die nicht nur im Grab Tutanchamuns nachgewiesen worden waren, für alle Krankheits- und Todesfälle der verschiedenen Epochen im Zusammenhang mit weltweiten Graböffnungen verantwortlich sein.

2001 veröffentlichte der deutsche Kriminalbiologe Mark Benecke in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung ohne Angaben von Quellen, dass die vermeintlich vom Fluch betroffenen Personen mit durchschnittlich 73 Jahren verstorben seien, während die durchschnittliche Lebenserwartung damals bei 70 Jahren gelegen haben soll. Ihm zufolge „wirkte“ der Grabbesuch mithin eher „lebensverlängernd“.

Howard Carter starb 1939 im Alter von 64 Jahren; Harry Burton, der Fotograf, starb 1940 im Alter von 60 Jahren; Lady Evelyn, Lord Carnarvons Tochter, die das Grab als eine der ersten betreten hatte und auch der Öffnung der Grabkammer beiwohnte, starb 1980 im Alter von 79 Jahren. Anderen Mitgliedern des Ausgrabungs-Teams war ebenfalls ein langes Leben beschieden: Percy E. Newberry, ein Freund von Carter und dessen Mentor, starb 1949 im Alter von 80 Jahren; Sir Alan Gardiner, der die Grabinschriften studierte, starb 1963 im Alter von 84 Jahren.

Trotz zahlloser Nachweise für natürliche Erklärungen der Ereignisse und Todesfälle und richtiger Darstellungen der Umstände werden auch heute noch Anspielungen auf den Fluch des Pharao gemacht. Ein Beispiel für den menschlichen Geist, der tief in seinem Inneren an das Übernatürliche glauben möchte. Zumindest solange, bis alle Ungereimtheiten beseitigt wurden. Die Chancen stehen also gut, dass die Legende um den „Kinder-Pharao“ Tutanchamun auch noch den nächsten Generationen erhalten bleibt.

Es wäre ja auch irgendwie schade, wenn es keine Fragen mehr gäbe, die es zu beantworten gilt.

 

Bildquellen:  http://de.wikipedia.org/wiki/Tutanchamun

                          http://de.wikipedia.org/wiki/Fluch_des_Pharao

Textquellen: National Geographic

                     http://de.wikipedia.org/wiki/Tutanchamun

                     http://de.wikipedia.org/wiki/Fluch_des_Pharao

28.6.12 16:00


Seth und der Osirismythos

Seth und der Osirismythos

 

 

Seth

Einer der faszinierendsten Götter Ägyptens dürfte der Gott Seth sein.

Er ist der Sohn der Himmelsgöttin Nut und des Erdgottes Geb, sein Sternbild war der große Wagen, sein Planet der Merkur. Zudem gehörte dieser Gottheit auch die sechste Tagesstunde.

Sein undurchsichtiges Wesen dürfte das Volk der Ägypter gespalten haben.

Die meisten Texte heutzutage schildern ihn als einen bösen, unreinen Gott.

In früheren Zeiten wurde er durch ein Tier dargestellt, dessen Herkunft bis heute ungeklärt ist. Später wurde er oft  in menschlicher Gestalt mit dem Kopf dieses Tieres gezeigt.

Die Art des Tieres lässt sich bis heute nicht eindeutig zuordnen.

Sein schlanker Körper ähnelt dem Körper eines Windhundes. Seine Schnauze ist länglich und leicht nach unten gebogen. Seine länglichen und eckig-gestutzten Ohren stehen aufrecht, ebenso sein Schwanz, der einer Pfeilspitze ähnelt und senkrecht nach oben zeigt.

Andere Tiere wurden Seth später zugeordnet, allerdings nur nachrangig. Der Esel wird mit Seth noch am engsten verknüpft. Des Weiteren: die Antilope, Gazelle, das Krokodil, Nilpferd und Schwein. Das Merkmal, dass all diese Gattungen gemein haben ist, dass sie kein hohes Ansehen bei den Ägyptern besaßen. Das Schwein z.B. galt als unrein und durfte nicht in die Nähe der Tempel gebracht werden. Der Esel mühte sich als Lasttier ab.

In der heutigen Zeit wird Seth meistens als ein böser Gott beschrieben. Er wurde von den alten Ägyptern zunehmend angefeindet und abgedrängt.

Seth ist zwielichtig und unbestimmbar.

Das lässt sich aus seinem Wesen erklären. Häufige Beiworte beschreiben ihn als einen Gott, der "groß an Kraft" ist.

Seine Kraft entlädt sich im Kampf und in Naturgewalten: "Seth wütet".

Er gilt als Gott, der über mächtige Zauberkräfte verfügt.

Da Seth in der Mythologie als starker und potenter Gott galt wurden auch Eisenerze als die „Knochen des Seth“ bezeichnet. Also erhob man ihn auch zum Gott der Metalle, der mit seinem 2000 Kilogramm schweren Szepter andere Götter erschlagen konnte.

Der Gott Seth wurde mit Apophis gleichgesetzt, mit der furchtbaren Kraft und dem schrecklichen Gebrüll. Im Glauben der Ägypter brüllte er am Himmel, der Donner war seine Stimme und durch ihn bebte die Erde.

Er war der Gott der Gewalt, des Chaos und der Verwirrung, der bösartige Gott, welcher auch Zorn, Wut, Gewalt und Mord verkörperte. Außerdem gefährdete er die Vegetation.

Er wurde angerufen um zu zerstören.

Man forderte ihn auf "wider Recht und Unrecht zu handeln". Seth ist ein Gott, der sich trotz aller gegen ihn gerichteten Gewalt wieder erhebt. Er kann nicht getötet werden!

Um eine bestehende Ordnung zu verändern, muss sie zerstört werden. Auch dafür steht Seth.

Gesetze müssen sich ändern, Ordnungen neu strukturiert werden, um den veränderten Lebensbedingungen angepasst zu werden.

Daher wird Seth niemals sterben, denn er ist als chaotische und zerstörerische Kraft notwendig für das weitere Fortbestehen der Welt.

Außerdem galt Seth als Schutzgott der Wüste, der Wanderer vor Unheil bewahrt.

Dabei war er die Wüste selbst. Er war der Herr der dunklen Gewalten, Herr der Gewitter-Stürme,  Herr der Unwetter. Doch wer das Unwetter erzeugt, der kann es auch bannen.

Seth´s Wesen ist  nicht eindeutig böse.

Einige Darstellungen zeigen ihn, wie er vor der Sonnenbarke mit Apophis kämpft, der Schlange, ein eindrucksvoller Kämpfer, der alles tötet, was sich ihm in den Weg stellt. Damit rettet er Re und  erhällt die Auszeichnung: "Herr des Lebens".

Seth ist als Gott der Wüste auch Herr der Barbaren, die dort wohnen. Da die Wüste zum Ausland gehört, wird Seth der Gott aller Fremdvölker. Als ägyptischer Gott zwingt er die Fremdvölker vor dem König in die Knie.

Im medizinischen Papyrus Hearst tritt Seth in ungewohnter Funktion als heilender Gott der Asiatenkrankheit auf. Einer Krankheit, die sich möglicherweise mit Lepra oder Beulenpest identifizieren lässt.

Er ist Schutzgott der Oasen und Gefährte des Horus. An seiner Seite beschützt er u.a. den König, spendet Segen, führt Reinigungsriten durch. In den Pyramidentexten galt Seth als „Gott des Südens“.

Da der Norden dem Süden voraus war, erhielt der deshalb entmachtete Seth eine untergeordnete Stellung bei Re, dem Sonnen- und wohl wichtigsten Gott altägyptischer Zeit.

Während Horus den Prototyp eines Gentlemans verkörperte, der immer zuerst kommt, stellte Seth hingegen den „Tölpel“ beziehungsweise den „Unbedarften“ und Unordentlichen dar, der immer als Zweiter erscheint. Horus steht also im Zentrum und Seth befindet sich eher am Rand, doch zusammen herrschen sie durch den Pharao über das vereinigte Königreich Ägypten.

In einigen Kampfmythen tritt Seth als Widersacher von Osiris auf. Ein möglicher Grund hierfür könnte sein, dass Seth, als Herr über die Wüste damit Osiris, das Fruchtland bedroht.

 

Wandgemälde des Osiris 

 

Der bekannteste darunter ist der Osirismythos:

 

Nach Osiris Heimkehr entsann Seth eine Hinterlist um ihn zu ermorden. Er heuerte 72 Männer als Mitverschwörer an und darüber hinaus die Königin Aso von Nubien. Seth nahm die Maße des Osiris und ließ einen auf dessen Größe abgestimmten Sarkophag anfertigen. Auf einem Gelage bot er im Scherz dem den Sarg, der genau hineinpasste. Nachdem alle anderen Gäste vergeblich versucht hatten in den Sarg zu passen, versuchte es auch Osiris. Als er im Sarg lag, verschlossen ihn die 72 Männer und versiegelten ihn mit Blei. Daraufhin ließ Seth ihn in den Nil werfen.

Als Isis- Schwester und Gattin des Osiris- von dieser Schandtat erfuhr, machte sie sich auf die Suche nach ihrem Gemahl. Der Sarkophag war unterdessen bis nach Byblos getrieben, wo er von einem Akazienbaum umwachsen wurde. Dieser Stamm wurde als Pfeiler für ein Gebäude am Hofe des Königs verwendet. Isis erfuhr auch das und konnte den Sarg bergen. Seth erfuhr von Isis' Fund, raubte den Sarkophag und zerstückelte die darin liegende Leiche. Der Nil verteilte die Leichenteile des Osiris über das ganze Land.

Isis suchte und fand die Leichenteile des Osiris. Daraufhin setzte sie ihn mithilfe von Anubis wieder zusammen, um Osiris wiederzubeleben. Nachdem Anubis die Organe in die Kanopen verstaut hatte, benutzte Isis ihre Magie und versuchte, mit Flügeln dem Toten das Leben einzuhauchen. Sie verwandelte sich zum Milan-einem habichtartigen Greifvogel- und konnte so Horus empfangen. Osiris blieb im Jenseits und wurde durch das Totengericht zum Herrscher über das Totenreich erklärt.

Nach dem Tod Osiris beansprucht Seth den Thron Ägyptens für sich und gerät so mit Horus, dem Sohn des Osiris aneinander.

Seth versuchte mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln den Horus zu besiegen, um Alleinherrscher zu sein. Seth und Horus schliefen um des Friedens willen gemeinsam in einem Bett, doch Seth wollte den Horus durch homosexuellen Verkehr schänden und ihn dadurch entehren. Die Schande lag damals ganz auf Seiten des „Unterlegenen“, während der „Überlegene“ damit den Triumph des Siegers über den Besiegten zum Ausdruck brachte.

Horus fing jedoch den Samen des Seth auf und brachte ihn seiner Mutter Isis. Diese schnitt ihm daraufhin die Hand ab und warf sie ins Wasser. Doch anschließend ließ Isis die Hand des Horus wieder nachwachsen und benutzte nunmehr den Samen des Horus für eine List, in dem sie ihn auf die Lattiche goss, die Seth täglich aß. Dadurch wurde Seth nun unwissentlich geschwängert.

Als Seth vor der Götterschaft zeigen wollte, dass Horus der „Unterlegenere“ sei und ihnen von seiner Tat berichtete, schrien diese auf und spuckten auf Horus. Der lachte sie jedoch alle aus und erklärte, dass Seth der „Unterlegene“ sei. Thot- Gott des Mondes, der Magie, der Wissenschaft, der Schreiber, der Weisheit und des Kalenders- forderte daraufhin den Samen des Seth auf, bei Horus herauszukommen. Als jedoch nichts geschah, forderte er den Samen des Horus auf, bei Seth herauszukommen. Der Horussamen dort antwortete ihm, kam aus dem Kopf des Seth hervor und wurde zu einer goldenen Sonnenscheibe. Der gedemütigte Seth wollte sich anschließend der Scheibe bemächtigen, aber Thot ergriff diese und setzte sie als Krone dem Horus auf den Kopf. Am Schluss nahm Re-Harachte- die Verschmelzung der Gottheiten Re und Harachte- Seth zum Trost für den von Horus gewonnenen Kampf zu sich in den Himmel auf, wo er nun durch seine furchterregende Stimme die Feinde des Re fernhielt.

 

In einer anderen Version wurde Seth in den Himmel verbannt, wo man ihm zum Ausgleich für den verlorenen Thron ein Platz im Großen Bären anwies. Dort durfte er als Gott der Winde und Stürme so viel Lärm machen, wie er wollte.

In einer weiteren Episode wurde der von Horus begleitete Seth auf einem Schiff gebissen. Für eine magische Heilung wollte Horus den eigentlichen Namen des Seth erfahren. Zunächst weigerte sich dieser, den Wunsch des Horus zu erfüllen, aber nach einigem hin und her gab er seinen wirklichen Namen mit der Bedeutung „Böser Tag“ preis und wurde dann auch von Horus geheilt.

 

 Bildquelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Seth_%28%C3%84gyptische_Mythologie%29

Textquellen:http://de.wikipedia.org/wiki/Seth_%28%C3%84gyptische_Mythologie%29

                   http://www.aegypten-geschichte-kultur.de/osiris-und-seth

                   http://de.wikipedia.org/wiki/Osirismythos

                   http://www.aegypten-geschichte-kultur.de/seth-gott-der-kraft

                   http://www.aegypten-geschichte-kultur.de/seth-gott-der-wueste

                   http://www.aegypten-geschichte-kultur.de/seth-und-osiris

29.6.12 14:50





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